Monthly Archive for August, 2007

Stadtbad Tiergarten

Im Sommer das passende Schwimmbad zu finden, ist relativ schwierig. Die meisten Schwimmhallen in Berlin schließen, da einerseits das Personal in den Freibädern benötigt wird, andererseits nötige Reparaturen durchgeführt werden. Somit ist auch meine Stammhalle, das SSE, momentan geschlossen. Also musste ich nach einer Alternative suchen.

Freibäder sind mir zu anstrengend. Ich will meine Bahnen schwimmen und dabei nicht von kreuz und quer springenden Jugendlichen genervt werden, die ihr Ego zur Schau stellen, oft aber keine drei Meter schwimmen können.

Also studierte ich die Webseite der Berliner Bäderbetriebe ausführlich (was nötig ist, da zwar die Schließzeiten des jeweiligen Bades aufgeführt sind, es aber keine Übersichtsseite der geöffneten Bäder gibt) und fand tatsächlich das Stadtbad Tiergarten in ausreichend geringer Entfernung meines Arbeitsweges.

In lauschiger Lage hinter dem Gefängnis Moabit versprüht es ganz heftig den Charme der späten Sechziger oder frühen Siebziger. Die braune Einrichtung wird zwar durch moderne Technik aufgelocker, aber spätestens bei den vergilbten Gardinen des angeschlossenen Restaurants läuft es einem kalt den Rücken herunter.

Der Boden des 50-Meter-Becken verläuft schräg, so dass man auf einer Seite stehen kann, währen die andere Hälfte des Beckens tief ist. Ob dies für Schwimmunterricht gut sein soll, weiß ich nicht, denn für kleinere Kinder ist selbst die flache Seite zu tief um zu stehen. Es dürfte vielleicht für Wassergymnastik dienlich sein, aber kannte man dieses Konzept überhaupt schon, als das Bad gebaut wurde?

Interessant ist auch die Unterteilung des Umkleidebereiches innerhalb des gleichen Geschlechts für “Männer” und “Knaben”. Während ich den Schrank noch korrekt in der Männer-Abteilung aufgesucht habe, bin ich versehentlich in die Knaben-Dusche geraten. Ich werde mal großzügig den dort anwesenden Über-Vierzigern eingestehen, dass ihnen das selbe Versehen unterlaufen ist. Alles andere möchte ich mir eher nicht ausmalen. Zumindest habe ich mich nicht unbeobachtet gefühlt.

Trainigsmode

Achim Achilles sehnt in seiner aktuellen SpOn-Kolumne bereits wieder den Winter herbei, um nicht mehr die Verbrechen der Bauchfrei-Mode ertragen zu müssen. Hart, aber ehrlich:

Warum aber müssen plötzlich auch mittelalte Laufrösser ihre Ranzen zeigen? […] Die Schwerkraft katapultiert die weiche Masse rhythmisch auf und ab. Manchmal meint man, ein leichtes Klatschen zu hören, den Bauchwellenschlag.

Zum Thema Damenoberbekleidung läuft übrigens auch gerade ein netter Film in den Kinos an: Reine Geschmacksache.

Trainingsplan

Fitness-Studio-Programm 1: Beine, Rücken, Bizeps

Fitness-Studio-Programm 2: Brust, Schulter, Trizeps

Ausdauer: Täglicher Arbeitsweg per Fahrrad (12km je Richtung)

ToDo: Schwimmen (Welches Bad hat momentan offen?), Bauchkurs suchen, der dauerhaft funktioniert

In Mitte stinkts

Vor allem Unter den Linden riecht man es deutlich: Sobald die Sonne scheint, stinkt es in Berlins Mitte.

Schuld sind die Pferdegespanne, die die Touristen die Straße herauf und herab kutschieren. Unbekümmert lassen diese einfach ihren Pferdemist auf die Straße fallen, wo er dann liegen bleibt. Ein wenig Sonnenschein reicht aus, um einen stechenden Geruch zu produzieren.

Im Gegensatz zu anderen Städten, hat es sich in Berlin wohl noch nicht herumgesprochen, dass so etwas nicht als Publikumsmagnet wirkt. Ich erinnere mich an die Diskussion vor ein paar Jahren, als Wien die Straßenbeschmutzung verboten hat. Von der Abschaffung der Pferdegespanne war die Rede. Inzwischen gibt es aber genug funktionierende Möglichkeiten, den Mist aufzufangen, so dass niemand auf das historische Fortbewegungsmittel verzichten muss.

Zudem will ich vor allem als Fahrradfahrer nicht mitten durch den Dreck fahren müssen. Mal ganz zu schweigen, welche Gefahren die rutschige Masse für Motorradfahrer birgt.

Rein rechtlich verbietet in Deutschland bereits die StVO die Verschmutzung von Straßen. Somit liegt es wohl nur an der Stadt Berlin, dies durchzusetzen, oder ergänzende Regelungen zu treffen.

Nachtrag: Auf das Symbolfoto verzichte ich mal.