Archive for the 'Berlin' Category

Sommerhitze

Die allgemeine Empfehlung bei Sommerhitze lautet ja, sich möglichst wenig körperlich anzustrengen. Doch, was macht man als Sportler, wenn das Thermometer 35°C und mehr zeigt?

Für Läufer und Radfahrer ist es sicherlich eine Option, die Trainingseinheiten an dem Morgen oder späten Abend zu legen, wenn die Temperaturen sinken. Hier in Berlin ist der Abend jedoch auch nicht so recht zu empfehlen, denn auch nach Mitternacht herrschen momentan noch knapp 30 Grad.

Froh können Sportler sein, die in einem Sportstudio mit Klimaanlage trainieren. Die Temperatur liegt dann zwar meist immer noch höher als im Winter, aber gegenüber der Außenluft ist es immer noch ein großer Vorteil. Ich persönlich würde trotzdem auf die Cardio-Einheit auf dem Laufband oder Stepper verzichten, denn es gibt noch eine bessere Alternative: den Pool. Schwimmen dürfte momentan die angesagteste Sportart sein, denn das Wasser erwärmt sich nicht so stark wie die Luft und transportiert die Körperwärme besser ab.

Wer keinen Pool hat, kann auch aufs Freigewässer ausweichen. Aber hier gilt insbesondere, auf die Sicherheit zu achten. Im Notfall sind an bewachten Badestellen schnell Helfer verfügbar. Schwimmen in Ufernähe (also parallel zum Ufer) erleichtert die Selbstrettung, wenn z.B. ein Krampf einsetzt. Flüsse mit Schiffsverkehr und starker Stömung sollen vermieden werden.

Letztendlich hat der Körper auch die großartige Fähigkeit, sich anzupassen. Nur benötigt er einige Tage dazu, in denen man etwas kürzer treten sollte. Nach einer guten Woche Hitzewelle fühlt sich mein z.B. Arbeitsweg mit dem Fahrrad nicht viel anstrengender an, als direkt nach der Winterpause.

Noch ein letzter Tipp: Schwitzen bedeutet Wasser- und Mineralverlust. Beides sollte man in ausreichender Menge nachfüllen.

Radfahrer-Mode-Wochen

Der Frühling beginnt und damit die Fahrradsaison. Das weiß natürlich auch die Polizei und für Berlin schon für die kommende Woche (ab 29.März) verstärkte Fahrradkontrollen angekündigt.

Ich stehe ja solchen Aktionen etwas gespalten gegenüber: Einerseits mag es den einen oder anderen Anstoß (oder die entsprechende Auflage) geben, seinen Drahtesel verkehrssicher zu machen. Andererseits, was nützt es, wenn die Radfahrer den Rest des Jahres weitestgehend ignoriert werden?

Ohne hier das ganze Fass aufmachen zu wollen: Ich versteh viele Radfahrer nicht. Ampeln ignorieren, kein Licht, defekte Bremsen und die Ohrstöpsel des MP3-Players in den Ohren. Sorgloser kann man kaum mit seiner Sicherheit umgehen.

Aber vielleicht gibt ja das eine oder andere Knöllchen doch den nötigen Denkanstoß. Man kann ja noch hoffen.

Elixia-Updates

Hier ein kurzer Hinweis für Feed-Leser: Ich habe den Artikel zum Schicksal der Elixia-Clubs bereits zweimal aktualisiert und habe vor, ihn weiter zu aktualisieren, wenn mir neue Informationen bekannt werden.

Leider habe ich bisher keine Möglichkeit gefunden, den geänderten Artikel als neu im Feed auftauchen zu lassen.Wer sich dafür interessiert,  mag daher bitte die Webseite ansteuern.

Falls jemand weiß, wie sich so etwas realisieren lässt, wäre ich für Hinweise dankbar.

Elixia – Der Zerfall

Bereits am 19. November informierte der Insolvenzverwalter der Elixia Deutschland GmbH, was er unter “erfolgreicher Sanierung” versteht:

Für 14 ELIXIA-Fitness-Clubs konnte in Abstimmung mit den Vermietern der Geschäftslokale bereits ein neuer Betreiber gefunden werden.

Mit anderen Worten: Es wird verkauft, was verkauft werden kann. Der Weiterbestand der Kette war offenbar nicht vorgesehen.

Ich versuche hier mal (Stand 2. Jan. 2010) aufzuschlüsseln, was an wen verkauft wurde. Die Reihenfolge ist dabei wahllos. Details kann ich nur zufügen, soweit sie mir bekannt sind:

Body + Soul

Bereits im November hat das in München und Umgebung ansässige Unternehmen drei der Münchener Elixia-Clubs übernommen.

  • Müchen Lenbachpalais
  • Müchen Englischer Garten
  • München West

Holmes Place

Holmes Place gilt als recht noble Kette an exklusiven Standorten, z.B. Berlin Gendarmenmarkt. Wie Neue Welt in das Konzept passt, weiß ich noch nicht. In Ostkreuz wurde mir versichert, dass sich (außer dem Logo) zunächst nicht viel ändern soll.

  • Berlin Neue Welt
  • Berlin Ostkreuz
  • Hamburg Bahrenfeld

Das Neue Elixia

Der neue Betreiber hat neben dem Namen Elixia auch vier Clubs übernommen:

  • Berlin Hellersdorf
  • Berlin Lichterfelde
  • Berlin Wilmersdorf
  • Hamburg Langenhorn

Just Fit

Just Fit ist eine Kette mit den meisten Standorten in Köln und hat sich jetzt offenbar nach Düsseldorf vergrößert:

  • Düsseldorf

4everFITNESS

4everFITNESS hatte bisher einen Club in Leipzig betrieben und expandiert nun nach Berlin. Es gibt komplett neue (amerikanische) Geräte, neue Kurse (LesMills) und einen deutlich günstigeren Preis.

  • Berlin Hohenschönhausen

all sports one

Gerade eben erreichte mich per Werbebrief die Information, dass der Club Berlin Mitte jetzt als “all sports one” Club weitergeführt wird und der SOCIETY Health & Spa GmbH gehört, die am Kurfürstendamm und ab März auch in Potsdam Clubs betreibt. Im Netz konnte ich keine Information dazu finden.

  • Berlin Mitte (1. Jan.)

Update: SUPERFIT

Aus den Kommentaren: Auf der Webseite von SUPERFIT ist ein neuer Club in Tegel für Frühjar 2010 mit der passenden Adresse angekündig. Update2: Der Club schließt zum 31.1. (lt. Hinweis in den Kommentaren), SUPERFIT hat mit dem Vorverkauf von Mitgliedschaften begonnen. Ob es aber tatsächlich zur Wiedereröffnung kommt ist wohl nicht klar.

  • Berlin Tegel  (geschlossen zum 31. Januar, Wiedereröffnung wahrscheinlich 1. März 3.Mai)

Update2: go-first

Laut Kommentar von Klaus wird Elixia Bielefeld von go-first, einer kleinen Kette mit je einem Club in Bochum und Oberhausen übernommen. Einen Hinweis dazu sucht man allerdings sowohl auf der Homepage von Elixia als auch der von go-first vergeblich.

  • Bielefeld (1. Februar)

Neue Verwaltung

Die folgenden Clubs sind anscheinend in die Selbstverwaltung gegangen, ohne  zu einer Gruppe/Kette zugehörig zu sein:

Geschlossen

Offenbar ist mein ehemaliger Club der einzige, der bisher komplett geschlossen wurde.

Update 3:Laut Kommentar von Sabine ist auch in München Prinz dem Club vom Vermieter gekündigt worden, obwohl es einen Investor gab. Gerüchten zufolge war die Situation in Berlin Prenzlauer Berg die selbe.

  • Berlin Prenzlauer Berg (1. Dez.)
  • München Prinz (30.Mai)

Übrig:

Für die folgenden Clubs habe ich keine Info zu einem neuen Betreiber gefunden. Ich nehme an, dass sie immer noch vom Insolvenzverwalter verwaltet werden.

  • Berlin Tegel (siehe Update weiter oben)
  • München Prinz (siehe Update 3)
  • Bielefeld

E(x)lixia II

18 Tage nach dem Schließen meines Elixia-Clubs im Prenzlauer Berg bin ich durch Zufall mal wieder dran vorbei gekommen. Da dachte ich mir, ich schau mal durch die Scheibe, was inzwischen passiert ist.

Die erschreckende Erkenntnis: Nichts! Alle Geräte stehen unverändert am gewohnten Ort. Selbst die Behälter mit den Zusatzgewichten und die Matten für den Boden. Offenbar alles exakt so, wie es beim Abschließen am 30. November zurückgelassen wurde. Und so, als könnte man morgen wieder aufschließen und weitermachen.

Schon gruselig. Irgendwie.

E(x)lixia

Wie mir Elixia heute auch per Brief mittelt, gibt es meinen Club im Prenzlauer Berg seit heute nicht mehr. Insolvenzen fordern halt Opfer und mein Fitness-Studio ist nun eines davon.

Konnte ich mir vor 10 Jahren noch nicht vorstellen, überhaupt einen Fuß in ein Fitness-Studio zu setzen, war es mir doch in den vergangenen Jahren sehr ans Herz gewachsen. Schließlich habe ja auch nicht wenige Stunden dort verbracht. Und auch wenn man es erst gar nicht bemerkt, erwachsen über die Zeit die sozialen Kontakte, die man plötzlich nicht mehr missen will.

Danke an alle für die angenehme Zeit. Schön wars gewesen. Aber es bleibt nicht viel Zeit zum Trauern. Das Training muss weitergehen.

Immerhin reißen sich ja nun die Konkurrenten um die zurückgelassenen Mitglieder. Dementsprechend demnächst mehr von der Suche nach dem heiligen Gra, ähm, neuen Fitness-Studio.

Berliner S-Bahn

Den Totalausfall des Berliner S-Bahn-Netzes in der Innenstadt kann man inhaltlich gar nicht mehr kommentieren. Das ist einfach nur peinlich.

Allerdings ist es ja durchaus ein guter Ansporn, das Fahrrad auszumotten und den Arbeitsweg damit zurückzulegen, anstatt sich in die überfüllten Ersatzfahrzeuge zu drängen.

Nur, denkt an die Verkehrssicherheit (z.B. Bremsen, Licht) und auch daran, dass die Autofahrer ein wenig mehr als üblich genervt sind und momentan die Stadt von Touristen geflutet ist. Das heißt, möglichst wenig provozieren und natürlich immer für alle Verkehrsteilnehmer mitdenken.

Viel Spass!

Fina Swimming Worldcup in Berlin

Nur durch Zufall hab ich erfahren, dass an diesem Wochenende der Fina Swimming Worldcup in Berlin (als letzter Station der Wettkampfserie) stattfand. Nach einigem Zögern entschied ich mich, wenigesten heute bei den Finalläufen zuzuschauen. Im Nachhinein halte ich das für eine wirklich gute Entscheidung.

Denn einerseits konnte ich so mal direkt die Schwimmstile von Weltklasseschwimmern anschauen – ohne im Fernsehen auf die richtigen Bildeinstellungen hoffen zu müssen. Wobei manchmal eine Zeitlupe auch nicht schlecht gewesen wäre. Andererseits hatte ich so die Gelegenheit zuzusehen, wie Paul Biederman einen neuen Weltrekord über 200 m Freistil (Kurzbahn) aufstellt. Und das war durchaus beeindruckend.

Allerdings ist es erschreckend, wie wenig Aufmerksamkeit ein solcher Wettkampf findet, wenn man sich zum Vergleich mal überlegt, wieviele Zuschauer z.B. Fussball in die Stadien zieht. Die Ränge des SSE waren nicht voll belegt – und sehr viel Zuschauerraum gab es dort gar nicht.

Immerhin hat das ZDF wohl eine Stunde live berichtet. Interessantes Detail: Die Aufnahmen der Veranstaltung wurden mit Canon HD Fernsehkameras gemacht. Ein deutlicher Hinweis darauf, dass sich die Produktion klar in Richtung HDTV bewegt, auch wenn es noch eine ganze Weile dauern wird, bis endlich auch die Ausstrahlung in HD erfolgt (schrittweise für 2009/2010 angekündigt).

Verfassungsgericht kippt Rauchverbot

Das Bundesverfassungsgericht hat heute das Rauchverbot u.a. in Berlin für verfassungswidrig erklärt. Allerdings eher aufgrund der bisher schon geltenden Ausnahmen, ein totales Rauchverbot wäre zulässig.

Was bleibt einem also übrig, wenn man sich nicht dem Rauch aussetzen will? Konsequent reine Raucherlokale meiden!

Ich halte das ganze eh für einen Scheinsieg. Denn die Umsaätze der kleinen Kneipen werden dadurch auch nicht wieder steigen. Vielleicht kommen jetzt wieder mehr Raucher, dafür werden aber die Nichtraucher wegbleiben. Der Gesetzgeber ist nun aber zum Handeln gezwungen, was möglicherweise auf ein ausnahmsloses Rauchverbot hinauslaufen wird. Und dann werden zusätzlich die Wirte bestraft, die bereits nichtraucherfreundliche Umbauten vorgenommen haben.

Vierter Training-(Streik)-Tag

Nach drei Tagen Arbeitsweg auf dem Fahrrad und verändertem Bauch-/Rückentraining hab ich heute mal wieder das Gefühl eines Ganzkörpermuskelkaters. Das fühlt sich zwar gut an, denn man weiß schließlich, was man getan hat. Allerdings frag ich mich doch ein wenig, wann ich mal eine Erholungspause einschieben kann. Heute auch wieder eine größere Strecke mit dem Fahrrad unterwegs gewesen, und morgen – wo ich endlich mal das Fahrrad stehen lassen kann – ist eigentlich das Beinprogramm im Fitnessstudio dran.

Am Montag wird sich dann die GDL ins Streikgeschehen einreihen. Das heißt, es steht (bis auf ein wenig Notfahrplan) der gesamte Berliner Nahverkehr. Ich glaub, dann führt wirklich kein Weg mehr am Fahrrad vorbei. Zumindest, wenn man sich nicht mit dem Auto in den Stau stellen will.