Archive for the 'Berlin' Category

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BVG im Streik II

Bicycle sign

Wie beim Warnstreik das Fahrrad reaktiviert. Aber warum müssen die denn ausgerechnet streiken, wenn es zum ersten mal in diesem Jahr in Berlin schneit? Dazu noch kräftiger Gegenwind. Da fühlt man sich gleich um so weniger fit.

Aber es sind ja noch genügend Trainings-(Streik)-Tage angekündigt. Und wenn am Montag die GDL noch mitmacht, dann ist das Verkehrschaos eh perfekt.

BVG im Streik

Die Berliner Verkehrsbetriebe werden kurzfristig bestreikt. Grund genug, mal wieder aufs Fahrrad umzusteigen. Allerdings bläst einem der böige Wind fies ins Gesicht. Und die Kondition lässt inzwischen auch ganz schön zu wünschen übrig.

Regen

“Was guckst du wie drei Tage Regenwetter?”

“Was heißt hier wie? Es regnet seit drei Tagen ohne nennenswerte Unterbrechung!”

Aber morgen soll sich auch etwas Schnee zwischen den Regen mischen. Wie deprimierend.

Kein Probetraining

Was mich vor kurzem noch verwunderte, wird jetzt deutlich klarer: Der Ansturm von Neueinsteigern und Probetrainings im Elixia bleibt aus, da es nach Einführung des neuen “Vitalitätskonzeptes” gar keine Probetrainings mehr gibt. Wer jetzt trainieren will, muss entweder die Katze im Sack kaufen, oder 19 Euro für ein Gästetraining auf den Tisch legen.

Also ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass man so  neue Mitglieder werben kann. Ich selbst würde wohl nicht im entferntesten daran denken, einen Vertrag in einem Club abzuschließen, in dem ich mich nicht in Ruhe umschauen könnte. Und erzählt mir nicht, ich könnte ja auch im Werbegespräch alles wichtige erfahren. Mit Sicherheit kann ich dabei nicht rausfinden, wie kompetent die Trainer sind, wie die Ausstattung genau aussieht oder auch wie die Atmosphäre insgesamt ist.

Aber vielleicht ist es ja gerade die Absicht, weniger Neukunden zu werben und sich endlich mal intensiver um die Bestandskunden zu kümmern? Wäre ja nicht schlecht. Vielleicht ist es aber auch die Kapitulation vor der neu eingeführten Technik, die es nicht mehr erlaubt, so viele Trainigspläne zu erstellen, wie man es für die Neuankömmlinge müsste? Ich kann hier nur spekulieren und hoffen, dass weniger Neukunden nicht direkt in die Preiserhöhung führen.

Sportlernahrung

Bei einem kürzlichen Aufenthalt in Köln fiel mir auf, dass es dort extrem viele Geschäfte gibt, die “Sportlernahrung” verkaufen. Hinter dem Schaufenster türmten sich zumeist große Bottiche mit diversen Eiweißprodukten. Etwas ungewöhnlich, aber vielleicht gibt es ja in Köln einen erhöhten Bedarf.

Zurück in Berlin musste ich dann aber feststellen, dass inzwischen in meiner Straße genau so ein Laden eröffnet wurde. Wird das etwa ein deutschlandweiter Trend?

Privatleben

Neulich an der Bushaltestelle vor der Uni:

…ach, das Studium ist ja so anstrengend. Und die vielen Hausaufgaben. Mein Privatleben leidet total darunter….

Trainer zwonull

Heute hatte ich bei Elixia einen Trainertermin. “Schau mal, was wir hier tolles neues haben”, sagte mein Trainer und lenkte damit meine Aufmerksamkeit auf das Laptop auf dem Tisch. Hier zog sich bereits meine Kehle zusammen, denn schließlich wurden mir vor drei Wochen die aufgetretenen Probleme bei den Terminen mit “Chaos durch Softwareumstellung” erklärt.

Doch zunächst wurde ich durch die Betriebssystemwahl positiv überrascht. Der sich öffnende Webbrowser trug die Aufschrift “Iceweasel” in der Titelzeile, was auf Debian Linux schließen lässt. Darin präsentierte sich eine Webapplikation, die mich allerdings erstmal über intime Details meines Lebenswandels befragte: Gehen Sie zu Fuß zur Arbeit? Nehmen Sie den Fahrstuhl? Welche Krankheiten? Unterhosengröße? Okay, nach der Unterhosengröße hat sie nicht gefragt, aber ich hab die Frage jeden Moment erwartet.

Bereits hier versuchte das Userinterface einen recht zwonulligen Eindruck zu hinterlassen. Alles war bereits bereits sehr auf das Aussehen einer lokalen Anwendung getuned, sogar die mal oben, mal unten aktiven “weiter”-Buttons. Regelrecht beeindruckt war ich vom Modul zur eigentlichen Erstellung des Trainingsplans. Hier kann sich der Trainer durch (mehr oder weniger) sinnvolle Gruppen von Übungen klicken und die gewünschte per Drag&Drop in den Plan ziehen. Schöne bunte Web 2.0-Welt.

Aber hier enden auch schon die positiven Eindrücke: Das Suchen der Übungen dauert deutlich länger, als sie von Hand aufzuschreiben. Details wie Wiederholungszahlen und Pausen müssen bei jeder Übung einzeln eingegeben werden. Beim Abspeichern und Drucken des Planes verschluckte sich das System so sehr, dass nur der zweimalige (!) Restart des Rechners half, um die Applikation neu starten zu können. Und die Übungsdetails waren natürlich verschwunden.

Somit hab ich insgesamt eine ganze Stunde vorm Computer verbracht, was etwa dem entspricht, was ich sonst den ganzen Tag auch tue. Und genau das will ich ja eigentlich im Fitnessstudio nicht. Immerhin hatte ich am Ende zwei schick gedruckt Trainningsplankarten, die mir zusammen mit einem teuer aussehendem Hefter überreicht wurden. Zum Glück kenne ich die Übungen schon, ansonsten hätte ich wohl noch eine weitere halbe Stunde investieren müssen.

Fazit: Trainertermine dauern jetzt mit modernster Technik doppelt so lange wie früher mit dem Kugelschreiber. Immerhin ist der Trainer zweimal quer durch das ganze Studio zum Drucker gelaufen, was seiner Gesundheit bestimmt gut tut. Ich konnte mich nur noch zum Gang in die Sauna aufraffen.

Semesterticket

Das Semesterticket (Juhu, ich bin wieder Student) erlaubt die Mitnahme des Fahrrads in der S-Bahn. In dieser Woche hab ich mich dadurch schon zum dritten Mal verleiten lassen, statt der gesamten Strecke, nur den Weg zum Bahnhof zu fahren. Nicht gerade sportlich. Aber ich bin ja auch erkältet.

15.000 Menschen demonstrieren gegen Vorratsdatenspeicherung

Die heutige Demo mit dem Motte “Freiheit statt Angst” zeigte schon ein beeindruckendes Bild. Nach 200 Teilnehmern im Vorjahr versammelten sich in diesem Jahr 15.000 Bürger am Brandenburger Tor, um gegen Vorratsdatenspeicherung, Bundestrojaner, Gesundheitskarte und verfehlte Sicherheitspolitik zu demonstrieren.

Ich hoffe inständig, dass unsere Regierung nach diesem Zeichen langsam aufwacht und feststellt, dass die Demontage der Bürgerrechte kein Weg zu mehr Sicherheit sein kann. Wie will man die freiheitliche Grundordnung verteidigen, indem man sie abschafft?

Leider kam es am Rande der Demo auch zu Auseinandersetzungen zwischen dem “Schwarzen Block” und der Polizei. Mein Eindruck dabei ist, dass die Polizei hier unnötig auf Provokationskurs gegangen ist. Die Veranstalter scheinen diese Meinung zu teilen.

Fotos gibt es auf Flickr.

Datenkrake
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Stadtbad Tiergarten

Im Sommer das passende Schwimmbad zu finden, ist relativ schwierig. Die meisten Schwimmhallen in Berlin schließen, da einerseits das Personal in den Freibädern benötigt wird, andererseits nötige Reparaturen durchgeführt werden. Somit ist auch meine Stammhalle, das SSE, momentan geschlossen. Also musste ich nach einer Alternative suchen.

Freibäder sind mir zu anstrengend. Ich will meine Bahnen schwimmen und dabei nicht von kreuz und quer springenden Jugendlichen genervt werden, die ihr Ego zur Schau stellen, oft aber keine drei Meter schwimmen können.

Also studierte ich die Webseite der Berliner Bäderbetriebe ausführlich (was nötig ist, da zwar die Schließzeiten des jeweiligen Bades aufgeführt sind, es aber keine Übersichtsseite der geöffneten Bäder gibt) und fand tatsächlich das Stadtbad Tiergarten in ausreichend geringer Entfernung meines Arbeitsweges.

In lauschiger Lage hinter dem Gefängnis Moabit versprüht es ganz heftig den Charme der späten Sechziger oder frühen Siebziger. Die braune Einrichtung wird zwar durch moderne Technik aufgelocker, aber spätestens bei den vergilbten Gardinen des angeschlossenen Restaurants läuft es einem kalt den Rücken herunter.

Der Boden des 50-Meter-Becken verläuft schräg, so dass man auf einer Seite stehen kann, währen die andere Hälfte des Beckens tief ist. Ob dies für Schwimmunterricht gut sein soll, weiß ich nicht, denn für kleinere Kinder ist selbst die flache Seite zu tief um zu stehen. Es dürfte vielleicht für Wassergymnastik dienlich sein, aber kannte man dieses Konzept überhaupt schon, als das Bad gebaut wurde?

Interessant ist auch die Unterteilung des Umkleidebereiches innerhalb des gleichen Geschlechts für “Männer” und “Knaben”. Während ich den Schrank noch korrekt in der Männer-Abteilung aufgesucht habe, bin ich versehentlich in die Knaben-Dusche geraten. Ich werde mal großzügig den dort anwesenden Über-Vierzigern eingestehen, dass ihnen das selbe Versehen unterlaufen ist. Alles andere möchte ich mir eher nicht ausmalen. Zumindest habe ich mich nicht unbeobachtet gefühlt.