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Die Badehose ist (nicht mehr) schuld

Wenn der Bauer nicht schwimmen kann, ist die Badehose schuld.

sagten meine Eltern früher immer, wenn ich mir mühsam eine Ausrede gesucht habe.

Im professionellen Schwimmsport ist allerdings die Bekleidung zum durchaus entscheidenden Faktor geworden. Hauptsächlich zwischen Speedo und Addidas hat das Technikwettrüsten um den idealen Ganzkörperanzug eine Größenordnung angenommen, wie man sie sonst nur aus der Formel 1 kennt. Die Details beschreibt sehr schön ein Artikel in Technology Review.

Doch die Anzüge sind nicht unumstritten: Einerseits breitet sich schnell Unmut aus, wenn ein Sportler durch langfristige Verträge an einen Ausrüster gebunden ist und gerade dieser im Wettrennen  nicht die Nase vorn hat. Andererseits tritt die Leistung des Sportlers immer mehr in den Hintergrund. Wenn nur noch die Ausrüstung über Sieg oder Niederlage entscheidet, welche Bedeutung hat dann noch der Schwimmer? Und zudem, wie viel Geld muss ein junger Athlet ausgeben, um das nötige Equipment zu erstehen, das ihm überhaupt erst ermöglicht, in die Weltspitze aufzusteigen und einen Sponsoring-Vertrag zu bekommen?

Daher begrüße ich, dass der Schwimmweltverband FINA auf seinem General Congress beschlossen hat, die Bekleidungsregeln zu ändern. Ab 2010 werden nur noch textile Badeanzüge mit begrenzter Form zugelassen. Die Meldung auf der Seite der FINA sieht allerdings noch etwas dünn aus. Spiegel Online berichtet aber schon über Details der Regelung:

Beschlossen wurde, dass ab 2010 nur noch Badekleidung in Textil bis oberhalb der Knie erlaubt sein sollen. Bei den Frauen müssen die Anzüge schulterfrei sein. Männer-Hosen sollen von der Taille bis zum Knie gehen. Statt der zunächst angedachten Lösung mit einer Hälfte Textil und einer aus Polyurethan, entschied sich der Fina-Kongress für die komplette Stoff-Lösung. Sämtliche Kunststoff-Beschichtungen sind damit künftig verboten.

Perfekte Badelatschen

Offenbar habe ich als Schwimmer einen besonderen Anspruch an Badelatschen. Ansonsten kann ich mir nicht erklären, warum es so wenige Modelle gibt, die ich für praktikabel halte.

Erstes Problem: der Riemen über dem Fuß. Bei den meisten Latschen ist er entweder aus Stoff, oder aber der Kunststoff ist innen mit Filz belegt. Das mag zwar als Polsterung für den Spann ganz gut funktionieren, allerdings, wenn man aus der Dusche kommt, ist der Stoff nass. Das ist nicht nur unangenehm, sobald man die Latsche mal für einen Moment vom Fuß gestreift hat, sondern verhindert auch effektiv, mit angezogener Socke wieder hineinzuschlüpfen, z.B. für den Weg zum Schwimmhallenausgang.

Zweites Problem: die Sohle. Nach oben stehende Gumminoppen sollen offenbar den Fuß massieren. In einem solchen Fußbett sammelt sich aber auch eine Menge Wasser und nicht zuletzt auch Schmutz. Auch alles andere als angenehm. Die Lösung wäre einfach ein normales dem Fuß angepasstes Fußbett. Löchern darin stehe ich inzwischen mit gemischten Gefühlen gegenüber. Einerseits kann das Wasser darin gut ablaufen. Sobald man aber durch etwas stehendes Wasser läuft, kehrt es durch die Löcher genauso gut auch wieder zurück.

Die Suche nach Latschen mit diesen Kriterien stellte sich dann als schwierig, aber nicht unmöglich heraus. Insbesondere in einem Laden für Schwimmsport, hab ich die nötigen Anregungen gefunden. Ich habe mich dann für ein Modell von Arena entschieden, das deutlich günstiger war als das entsprechende von Speedo. Erst im Nachhinein hab ich auch eine günstigere Latsche gesehen, an dessen Fabrikat ich mich allerdings nicht mehr erinnere.

Die Suche nach dem passenden Schuh lohnt sich also. Nicht nur im Märchen.

Paddle-Kauf

Nachdem ich mich einige Zeit mit den Vor- und Nachteilen verschiedener Paddles beschäftigt hatte, hab ich mich für die WIN Elite Paddles im Shop von Sport-Thieme entschieden. Neben dem günstigen Preis und der passenden Form spielte dabei auch eine Rolle, dass es zwei verschiedene Größen gibt. Zudem ist man flexibel im Anbringen der Befestigungsschlaufen.

Leider war nirgends die genaue Größe der beiden Ausführungen beschrieben, und auch an der Bestellhotline konnte man mir nicht direkt weiterhelfen. Dafür wurde vorgeschlagen, mir zwei Paar testweise zuzusenden, was ich auch annahm. Am Ende hab ich nun beide behalten und werde für meinen Kurs eine Mischung aus beiden Größen anschaffen.

Trotzdem hier mal die genauen Größen (die mir Sport Thieme auch ein wenig später auf meine E-Mail-Anfrage mitteilte):

Junior: 18,5 cm lang, 12,5 cm breit
Senior: 21 cm lang, 14 cm breit

Mehr über meine ersten Trainingserfahrungen gibt es hier in kürze.

Paddles

Vor kurzem kam mir die Idee, dass ich mal einen Kurssatz Handpaddles für meinen Rettungsschwimmkurs anschaffen könnte. Das sollte insbesondere zum Techniktraining hilfreich sein, da man mit Paddels durch die Vergrößerung der Fläche besonders gut die Handposition erfahren kann.

Nun stellt sich die Frage, welche Paddles? Beim SV Limmat Zürich gibt es wenigstens ein paar Tips zur Auswahl. Doch leider habe ich bisher die meisten Modelle nur im Versandhandel gefunden. Wenn es sie denn überhaupt in Deutschland gibt. Immerhin hab ich inzwischen die wichtigsten Modelle der Platzhirsche im Schwimmbereich Arena und Speedo in der Hand halten können.

Meine größten Probleme momentan: Wie groß dürfen sie für meine gemischte Gruppe aus Teenagern und Erwachsenen wirklich sein? Wie groß ist die Verletzungsgefahr? Der SV Limmat weist zwar auf die Gefahr der Schulterverletzung hin, aber zudem besteht ja die Möglichkeit, das Gerät versehentlich einem anderen Schwimmer beim Zusammenstoß in den Schädel zu rammen. Wie kann man dieses Risiko minimieren?

Gibt es eigentlich einen deutschen Begriff für Paddles? Paddel?