Tag Archive for 'Elixia'

Elixia-Updates

Hier ein kurzer Hinweis für Feed-Leser: Ich habe den Artikel zum Schicksal der Elixia-Clubs bereits zweimal aktualisiert und habe vor, ihn weiter zu aktualisieren, wenn mir neue Informationen bekannt werden.

Leider habe ich bisher keine Möglichkeit gefunden, den geänderten Artikel als neu im Feed auftauchen zu lassen.Wer sich dafür interessiert,  mag daher bitte die Webseite ansteuern.

Falls jemand weiß, wie sich so etwas realisieren lässt, wäre ich für Hinweise dankbar.

Elixia – Der Zerfall

Bereits am 19. November informierte der Insolvenzverwalter der Elixia Deutschland GmbH, was er unter “erfolgreicher Sanierung” versteht:

Für 14 ELIXIA-Fitness-Clubs konnte in Abstimmung mit den Vermietern der Geschäftslokale bereits ein neuer Betreiber gefunden werden.

Mit anderen Worten: Es wird verkauft, was verkauft werden kann. Der Weiterbestand der Kette war offenbar nicht vorgesehen.

Ich versuche hier mal (Stand 2. Jan. 2010) aufzuschlüsseln, was an wen verkauft wurde. Die Reihenfolge ist dabei wahllos. Details kann ich nur zufügen, soweit sie mir bekannt sind:

Body + Soul

Bereits im November hat das in München und Umgebung ansässige Unternehmen drei der Münchener Elixia-Clubs übernommen.

  • Müchen Lenbachpalais
  • Müchen Englischer Garten
  • München West

Holmes Place

Holmes Place gilt als recht noble Kette an exklusiven Standorten, z.B. Berlin Gendarmenmarkt. Wie Neue Welt in das Konzept passt, weiß ich noch nicht. In Ostkreuz wurde mir versichert, dass sich (außer dem Logo) zunächst nicht viel ändern soll.

  • Berlin Neue Welt
  • Berlin Ostkreuz
  • Hamburg Bahrenfeld

Das Neue Elixia

Der neue Betreiber hat neben dem Namen Elixia auch vier Clubs übernommen:

  • Berlin Hellersdorf
  • Berlin Lichterfelde
  • Berlin Wilmersdorf
  • Hamburg Langenhorn

Just Fit

Just Fit ist eine Kette mit den meisten Standorten in Köln und hat sich jetzt offenbar nach Düsseldorf vergrößert:

  • Düsseldorf

4everFITNESS

4everFITNESS hatte bisher einen Club in Leipzig betrieben und expandiert nun nach Berlin. Es gibt komplett neue (amerikanische) Geräte, neue Kurse (LesMills) und einen deutlich günstigeren Preis.

  • Berlin Hohenschönhausen

all sports one

Gerade eben erreichte mich per Werbebrief die Information, dass der Club Berlin Mitte jetzt als “all sports one” Club weitergeführt wird und der SOCIETY Health & Spa GmbH gehört, die am Kurfürstendamm und ab März auch in Potsdam Clubs betreibt. Im Netz konnte ich keine Information dazu finden.

  • Berlin Mitte (1. Jan.)

Update: SUPERFIT

Aus den Kommentaren: Auf der Webseite von SUPERFIT ist ein neuer Club in Tegel für Frühjar 2010 mit der passenden Adresse angekündig. Update2: Der Club schließt zum 31.1. (lt. Hinweis in den Kommentaren), SUPERFIT hat mit dem Vorverkauf von Mitgliedschaften begonnen. Ob es aber tatsächlich zur Wiedereröffnung kommt ist wohl nicht klar.

  • Berlin Tegel  (geschlossen zum 31. Januar, Wiedereröffnung wahrscheinlich 1. März 3.Mai)

Update2: go-first

Laut Kommentar von Klaus wird Elixia Bielefeld von go-first, einer kleinen Kette mit je einem Club in Bochum und Oberhausen übernommen. Einen Hinweis dazu sucht man allerdings sowohl auf der Homepage von Elixia als auch der von go-first vergeblich.

  • Bielefeld (1. Februar)

Neue Verwaltung

Die folgenden Clubs sind anscheinend in die Selbstverwaltung gegangen, ohne  zu einer Gruppe/Kette zugehörig zu sein:

Geschlossen

Offenbar ist mein ehemaliger Club der einzige, der bisher komplett geschlossen wurde.

Update 3:Laut Kommentar von Sabine ist auch in München Prinz dem Club vom Vermieter gekündigt worden, obwohl es einen Investor gab. Gerüchten zufolge war die Situation in Berlin Prenzlauer Berg die selbe.

  • Berlin Prenzlauer Berg (1. Dez.)
  • München Prinz (30.Mai)

Übrig:

Für die folgenden Clubs habe ich keine Info zu einem neuen Betreiber gefunden. Ich nehme an, dass sie immer noch vom Insolvenzverwalter verwaltet werden.

  • Berlin Tegel (siehe Update weiter oben)
  • München Prinz (siehe Update 3)
  • Bielefeld

E(x)lixia II

18 Tage nach dem Schließen meines Elixia-Clubs im Prenzlauer Berg bin ich durch Zufall mal wieder dran vorbei gekommen. Da dachte ich mir, ich schau mal durch die Scheibe, was inzwischen passiert ist.

Die erschreckende Erkenntnis: Nichts! Alle Geräte stehen unverändert am gewohnten Ort. Selbst die Behälter mit den Zusatzgewichten und die Matten für den Boden. Offenbar alles exakt so, wie es beim Abschließen am 30. November zurückgelassen wurde. Und so, als könnte man morgen wieder aufschließen und weitermachen.

Schon gruselig. Irgendwie.

E(x)lixia

Wie mir Elixia heute auch per Brief mittelt, gibt es meinen Club im Prenzlauer Berg seit heute nicht mehr. Insolvenzen fordern halt Opfer und mein Fitness-Studio ist nun eines davon.

Konnte ich mir vor 10 Jahren noch nicht vorstellen, überhaupt einen Fuß in ein Fitness-Studio zu setzen, war es mir doch in den vergangenen Jahren sehr ans Herz gewachsen. Schließlich habe ja auch nicht wenige Stunden dort verbracht. Und auch wenn man es erst gar nicht bemerkt, erwachsen über die Zeit die sozialen Kontakte, die man plötzlich nicht mehr missen will.

Danke an alle für die angenehme Zeit. Schön wars gewesen. Aber es bleibt nicht viel Zeit zum Trauern. Das Training muss weitergehen.

Immerhin reißen sich ja nun die Konkurrenten um die zurückgelassenen Mitglieder. Dementsprechend demnächst mehr von der Suche nach dem heiligen Gra, ähm, neuen Fitness-Studio.

Kein Probetraining

Was mich vor kurzem noch verwunderte, wird jetzt deutlich klarer: Der Ansturm von Neueinsteigern und Probetrainings im Elixia bleibt aus, da es nach Einführung des neuen “Vitalitätskonzeptes” gar keine Probetrainings mehr gibt. Wer jetzt trainieren will, muss entweder die Katze im Sack kaufen, oder 19 Euro für ein Gästetraining auf den Tisch legen.

Also ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass man so  neue Mitglieder werben kann. Ich selbst würde wohl nicht im entferntesten daran denken, einen Vertrag in einem Club abzuschließen, in dem ich mich nicht in Ruhe umschauen könnte. Und erzählt mir nicht, ich könnte ja auch im Werbegespräch alles wichtige erfahren. Mit Sicherheit kann ich dabei nicht rausfinden, wie kompetent die Trainer sind, wie die Ausstattung genau aussieht oder auch wie die Atmosphäre insgesamt ist.

Aber vielleicht ist es ja gerade die Absicht, weniger Neukunden zu werben und sich endlich mal intensiver um die Bestandskunden zu kümmern? Wäre ja nicht schlecht. Vielleicht ist es aber auch die Kapitulation vor der neu eingeführten Technik, die es nicht mehr erlaubt, so viele Trainigspläne zu erstellen, wie man es für die Neuankömmlinge müsste? Ich kann hier nur spekulieren und hoffen, dass weniger Neukunden nicht direkt in die Preiserhöhung führen.

Trainer zwonull

Heute hatte ich bei Elixia einen Trainertermin. “Schau mal, was wir hier tolles neues haben”, sagte mein Trainer und lenkte damit meine Aufmerksamkeit auf das Laptop auf dem Tisch. Hier zog sich bereits meine Kehle zusammen, denn schließlich wurden mir vor drei Wochen die aufgetretenen Probleme bei den Terminen mit “Chaos durch Softwareumstellung” erklärt.

Doch zunächst wurde ich durch die Betriebssystemwahl positiv überrascht. Der sich öffnende Webbrowser trug die Aufschrift “Iceweasel” in der Titelzeile, was auf Debian Linux schließen lässt. Darin präsentierte sich eine Webapplikation, die mich allerdings erstmal über intime Details meines Lebenswandels befragte: Gehen Sie zu Fuß zur Arbeit? Nehmen Sie den Fahrstuhl? Welche Krankheiten? Unterhosengröße? Okay, nach der Unterhosengröße hat sie nicht gefragt, aber ich hab die Frage jeden Moment erwartet.

Bereits hier versuchte das Userinterface einen recht zwonulligen Eindruck zu hinterlassen. Alles war bereits bereits sehr auf das Aussehen einer lokalen Anwendung getuned, sogar die mal oben, mal unten aktiven “weiter”-Buttons. Regelrecht beeindruckt war ich vom Modul zur eigentlichen Erstellung des Trainingsplans. Hier kann sich der Trainer durch (mehr oder weniger) sinnvolle Gruppen von Übungen klicken und die gewünschte per Drag&Drop in den Plan ziehen. Schöne bunte Web 2.0-Welt.

Aber hier enden auch schon die positiven Eindrücke: Das Suchen der Übungen dauert deutlich länger, als sie von Hand aufzuschreiben. Details wie Wiederholungszahlen und Pausen müssen bei jeder Übung einzeln eingegeben werden. Beim Abspeichern und Drucken des Planes verschluckte sich das System so sehr, dass nur der zweimalige (!) Restart des Rechners half, um die Applikation neu starten zu können. Und die Übungsdetails waren natürlich verschwunden.

Somit hab ich insgesamt eine ganze Stunde vorm Computer verbracht, was etwa dem entspricht, was ich sonst den ganzen Tag auch tue. Und genau das will ich ja eigentlich im Fitnessstudio nicht. Immerhin hatte ich am Ende zwei schick gedruckt Trainningsplankarten, die mir zusammen mit einem teuer aussehendem Hefter überreicht wurden. Zum Glück kenne ich die Übungen schon, ansonsten hätte ich wohl noch eine weitere halbe Stunde investieren müssen.

Fazit: Trainertermine dauern jetzt mit modernster Technik doppelt so lange wie früher mit dem Kugelschreiber. Immerhin ist der Trainer zweimal quer durch das ganze Studio zum Drucker gelaufen, was seiner Gesundheit bestimmt gut tut. Ich konnte mich nur noch zum Gang in die Sauna aufraffen.