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E(x)lixia II

18 Tage nach dem Schließen meines Elixia-Clubs im Prenzlauer Berg bin ich durch Zufall mal wieder dran vorbei gekommen. Da dachte ich mir, ich schau mal durch die Scheibe, was inzwischen passiert ist.

Die erschreckende Erkenntnis: Nichts! Alle Geräte stehen unverändert am gewohnten Ort. Selbst die Behälter mit den Zusatzgewichten und die Matten für den Boden. Offenbar alles exakt so, wie es beim Abschließen am 30. November zurückgelassen wurde. Und so, als könnte man morgen wieder aufschließen und weitermachen.

Schon gruselig. Irgendwie.

Gähnende Leere

So leer wie heute hab ich das Fitnessstudio selten erlebt. Zumindest noch nicht am Freitag Abend. Die sind doch nicht etwa alle auf der Biermeile? Stört mich zumindest nicht. Da konnte ich wenigstens meinen neuen Trainingsplan in Ruhe ausprobieren.

Der hat es übrigens in sich. Deutlich mehr als je zuvor. Aber ich bin festen Willens, das durchzuziehen.

Gute Vorsätze

Kurstraining
Foto: fatman (CC-BY-NC)

Interessanterweise scheint in diesem Jahr der Anstieg der Probetrainings in meinem Fitnessstudio geringer auszufallen als anderswo. Aber vielleicht sind sie am letzten Wochenende nur gar nicht zwischen den ganzen Läufern aufgefallen, die wegen der Glätte auf die Indoor-Tretmühlen ausgewichen sind.

Grundsätzlich halte ich es für eine total unsinnige Idee, ausgerechnet zum neuen Jahr seine Lebensgewohnheiten umstellen zu wollen. Wieso auch? Es ist eigentlich ein beliebiges Datum. Und wenn man bedenkt, dass es außer dem Gregorianischen auch noch diverse andere Kalender gibt, nicht mal ein eindeutiges.

Ich will damit nicht sagen, dass es keine gute Idee sei, gesünder zu leben. Aber wenn man ernsthaft den Entschluss gefasst hat, welchen Grund gibt es dann noch, zu warten? Nächste Woche, nächster Monat, nächstes Jahr? Warum nicht jetzt? Heute ist nicht nur genauso gut wie jeder andere Tag, heute ist besser. Denn ich tue etwas und schiebe es nicht vor mir her.

Ich glaube, dass die meisten Vorsätze fürs neue Jahr eh nur der Beruhigung des Gewissens dienen. Und so sieht es meistens auch in der Umsetzung aus. Schon nach wenigen Wochen ist alles wieder vergessen – sofern man denn überhaupt damit begonnen hat.

Ich selbst nehme mich da nicht aus. Meine Idee für’s Training der Kreativität im neuen Jahr ist heute, am 10. Januar, noch nicht begonnen – obwohl sie eigentlich tägliches Handeln erfordert. Und das einfach, weil ich es vergessen habe. Daher fange ich jetzt damit an. Sofort.